Die Praxis der Begleitung von Unternehmungen

Eine Unternehmung lebt vom Zusammenspiel.

Wenn von einer Philosophie eines Unternehmens die Rede ist, versteht man darunter sein Selbstverständnis. Die akademische Philosophie wie die Philosophiegeschichte mehrerer Jahrtausende und Kontinente kann dabei ein klärender, kritischer wie wegweisender Partner für die Definition dessen sein, wie die Akteure eines Unternehmens sich als eine gemeinsame Unternehmung verstehen, um zu klären, was das Unternehmen für jeweiligen Kunden und auch für die Mitarbeiter darstellt, um dann daraus abzuleiten, was gewinnbringend für alle Seiten begonnen und vollzogen werden kann.

Ein Unternehmen unternimmt immer etwas in einem bestimmten (vordefinierten) Umfeld.

Die ethische Dimension, die sich immer ausrichtet nach kulturellen, gesellschaftlichen wie gesetzlichen Kriterien, kann Wegweisung für eine Unternehmung bieten, wo die Grenzen des klugen, langfristigen sowie nachhaltigen unternehmerischen Tuns liegen, um jene Bereiche zu identifizieren, die als Kernbereiche des praktischen Einsatzes gelten können. Es ist für mich kein Zufall, dass Alexander der Grosse Schüler des Philosophen Aristoteles war. Nur so ist sein wissensbegieriger Zug nach Osten zu verstehen, nur mit einem klaren, forschenden und offenen Bild konnte er seine Leute begeistern und motivieren und alle Reichsteile in kultureller Vielfalt integrieren. Und seinem naturwissenschaftlichen Lehrer schickte er laufend neue Entdeckungen.

Jeder Mitarbeiter eines Unternehmens trägt dieses unternehmerisch mit, wenn es zu seinem Unternehmen wird.

Menschen, die ein klares Bild von dem haben, was sie tun, und es als ihr eigenes Bild begreifen können, werden die gemeinsame Unternehmung nicht als etwas Fremdes sehen, aus dem man nur (einen Lohn und Anerkennung) bekommt und (sich) herausnimmt, sondern als etwas Eigenes, zu dem man Seines beitragen darf. Dazu gehört natürlich eine klare Kommunikation und Beteiligung an Entscheidungen wie an Ergebnissen und den positiven wie negativen Konsequenzen. Ist der unternehmerische Mitarbeiter gefragt, dann muss er auch laufend gefragt werden zu dem, was ihn in seiner Tätigkeit wie persönlich betrifft. Ein Bild, das alle teilen können, indem alle daran Anteil haben und sich darin sehen können, ist die Basis jeder gelingenden unternehmerischen Tätigkeit. Jede Wirtschaft lebt vom Menschen, der philosophische Mensch ist jener, der alle Aspekte dieses Menschseins beachten, betrachten und integrieren will.

Menschen unternehmen Welt, indem sie leben und wirtschaftlich wie gesellschaftlich handeln.

Unternehmerische Menschen sind immer eingebettet in ihr soziales und wirtschaftliches Umfeld, sie agieren nicht nur in einem bestimmten Markt, sondern auch in einer bestimmten Gesellschaftsordnung unter oft ungeklärten Annahmen. In einer global vernetzten Wirtschaft und in international agierenden Unternehmen wird nicht nur die Kenntnis kultureller Gegebenheiten wichtig, sondern auch die Bewusstmachung eigener kultureller, kommunikativer wie quasi selbstverständlicher Werte, Grundsätze und Handlungsanleitungen. Die Philosophie versucht von Anbeginn ihrer Existenz an, ethisches Handeln zu reflektieren, einzuordnen und nützlich einzusetzen. Sie kann hier verlässliche Partnerin eines nicht nur monetär gewinnbringenden Unternehmens sein, sondern darüber hinaus einer visionären, weitblickenden, verantwortlichen, lernenden, flexiblen wie ganzheitlichen Unternehmung.

Die Unternehmensberatung startet am 1. Mai 2019. Save the date!


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„Im Rennen der Philosophie gewinnt, wer am langsamsten laufen kann. Oder: der, der das Ziel zuletzt erreicht.“
(Ludwig Wittgenstein)